Politik, Impulse und Zuversicht beim FDP-Neujahrsempfang
Ein kritischer Rückblick, viel Optimismus, kommunale Zusammenarbeit und politische Ideen für die Zukunft standen dieses Jahr vornehmlich auf den Zetteln der Redner des diesjährigen Neujahrsempfang des FDP-Stadtverbands Oerlinghausen/Leopoldshöhe. Wie jedes Jahr luden die Liberalen in Westlippe am zweiten Samstag im Januar Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Vereinen und Ehrenamt ein. 160 Personen waren der Einladung zum Empfang gefolgt, der bereits seit Jahren eine feste Größe im Veranstaltungskalender der Stadt Oerlinghausen ist.
Den musikalischen Auftakt machte der Chor der Heinz-Sielmann-Schule unter seiner Leiterin Nicole Seiger. In seinem anschließenden liberalen Rückblick ging FDP-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Jaehn auf das vergangene Wahljahr ein. Er sprach offen über das schlechte Abschneiden der FDP bei der Bundestags- und Kommunalwahl. Gleichzeitig zeigte er sich zuversichtlich, dass den Liberalen ein Comeback gelingen wird. So zog er einen Vergleich zum Jahr 2013, in dem die FDP ebenfalls aus dem Bundestag ausgeschieden ist, aber in den Jahren danach erfolgreich zurückkam.
Im Anschluss richteten die Bürgermeister der beiden Kommunen, Peter Heepmann (Oerlinghausen) und Martin Hoffmann (Leopoldshöhe), ihre Grußworte an die Gäste. Beide gingen auf die aktuell herausfordernden Rahmenbedingungen für Städte und Gemeinden ein. Zugleich hoben sie aber auch die gute und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Oerlinghausen und Leopoldshöhe hervor.
Weitere Akzente setzte Jan-Maik Schlifter vom FDP-Bezirksverband Ostwestfalen. „Demokratie lebe vom Mitmachen“, betonte Schlifter, zugleich sei jedoch ein rückläufiges Engagement ehrenamtlich Aktiver in der Kommunalpolitik zu beobachten. Eine „Sofa-Demokratie“ sei auf Dauer gefährlich. Er ermutigte die Zuhörerinnen und Zuhörer daher ausdrücklich, sich politisch einzubringen und aktiv an demokratischen Prozessen zu beteiligen.
Als Ehrengast und Hauptredner sprach der neue Landrat Meinolf Haase. Dieser zeigte sich sichtlich erfreut: „Ich bin häufig in Oerlinghausen, nicht nur in Wahlkampfzeiten.“ Er ging insbesondere auf die positive Entwicklung des kreiseigenen Klinikums ein. Durch den Amtsantritt des neuen Geschäftsführers sowie der Einstellung von rund 20 zusätzlichen Pflegekräften sei mehr Ruhe in das Thema Klinikum und vor allem Menschlichkeit in die Führung gekommen. Haase betonte, dass ihm die medizinische und ärztliche Versorgung im Kreis Lippe am Herzen liege. Hier arbeite der Kreis eng und vertrauensvoll mit der Kassenärztlichen Vereinigung zusammen. Darüber hinaus hob er hervor, wie wichtig ihm ein enger und guter Austausch mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der 16 lippischen Kommunen sei. Für die kommenden Jahre seiner Amtszeit wünschte er sich eine konstruktive, verlässliche Zusammenarbeit in einer offenen und partnerschaftlichen Atmosphäre.